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Katzenerziehung
Die Katze nimmt unter unseren Haustieren einen besonderen Platz ein, da sie sich trotz des sehr langen Zusammenlebens mit dem Menschen ihre Fähigkeit zum Überleben in freier Natur erhalten hat. Keine unserer heutigen Hunderassen, auch nicht die widerstandsfähigsten, weist diese Eigenschaft auf. Die Katze ist im Prinzip ein Wildtier geblieben und hat die menschliche Wohnung als eine natürliche "Nische" erschlossen. Sie ist ein auf sich selbst gestelltes Lebewesen, braucht vom Menschen nur wenig oder gar keine Hilfe. Wie schnell die Katze wieder "verwildert", erkennt man immer wieder an der starken Menschenscheu von Katzenwelpen, die ohne Kontakt zum Menschen aufgewachsenen sind.
Verhaltensprobleme bei Katzen sind leider gar nicht so selten. Die Katze ist eigentlich ein freier Jäger. Sie ist also sozusagen freiwilliges Mitglied unserer Wohngemeinschaften mit einer sehr stark erhaltenen Unabhängigkeit. Trotzdem sind sie auch sehr soziale Tiere, die enge Bindungen aufbauen, was uns die Möglichkeit gibt, ihr Verhalten zu beeinflussen - ein wenig Erziehung sozusagen.
Hinweise und Ratschläge
Obwohl die Katze ein freier Jäger geblieben ist, kann sie sich sehr gut dem sozialen Gefüge der menschlichen Familie anpassen und ist aufgrund ihrer Sauberkeit, ihrer Zuneigung und ihres Spieltriebes ein äußerst beliebter Hausgenosse.
Verhaltensstörungen bei Katzen sind selten auf einfache Ursachen zurückzuführen. Eine genaue Beobachtung aller Vorgänge im Haus sowie der Reaktionen der Katze ist unerläßlich.
Die häufigsten Probleme treten bei Tieren im Alter von 3 bis 4 Jahren auf, oft sind es kastrierte männliche Tiere. Rassekatzen wie Perser oder Siam sind scheinbar häufiger betroffen.
Neben dem Abstellen von Streßfaktoren als Auslöser für Problemverhalten sind bei Katzen auch Lernprozesse möglich. Ein häufiges Problem sind Verunreinigungen im Haus. Probieren Sie zunächst feinere Katzenstreu oder Sand.
Die Stellung der Katzentoilette muß kontrolliert werden - in ausreichendem Abstand zur Futterschüssel und an einem ruhigen Fleck. In schwerwiegenden Fällen ist ein Lernprozeß möglich, indem die Katze in einen kleinen Auslauf gebracht wird, wo sie nur die Wahl zwischen der Katzentoilette und ihrem Lager hat. Nach und nach wird dann ein Raum des Hauses wieder neu geöffnet.
Was für Verhaltensprobleme gibt es bei Katzen?
Katzenbesitzer sind im allgemeinen sehr leidensfähige und sensible Menschen. Sie akzeptieren unterschiedliche Stimmungen und Reaktionen bei ihrem Tier viel besser als die meisten Hundehalter.
Die häufigsten Probleme sind der Verlust der Stubenreinheit, Aggression gegenüber Menschen oder anderen Katzen sowie Ängstlichkeit.
Gibt es für jedes dieser Probleme eine Lösung?
Katzen sind sehr streßempfindlich. Wenn es uns gelingt, den Auslöser dafür zu finden und abzustellen, haben wir gute Karten.
Eine typische Streßsituation ist eine zu große Katzengruppe auf begrenztem Raum, z.B. in einer Wohnung. In solchen Gruppen findet man fast immer gestreßte Tiere.
Streß bei Katzen kann man abbauen, indem man die Tiere systematisch an Situationen heranführt, die für das Entstehen von Streß verantwortlich sind.
Geht Streß zu Lasten der Sauberkeit?
Markierverhalten bei Katzen ist vollkommen normal, aber Unsauberkeit in der Wohnung ist ein Zeichen, daß sich die Katze bedroht fühlt. Oft sind es Besucher oder das Eindringen einer anderen Katze in ihr Revier.
Niemals darf die Katze bestraft werden, denn das verstärkt ihre Unsicherheit. Die Ursache muß beseitigt werden. An den betroffenen Stellen legt man Futter aus.
Es sollten Sicherheitszonen geschaffen werden. Meist reicht ein verschlossener Raum während des Besuches aus.
Gibt es Beruhigungsmittel für gestreßte Katzen?
Es gibt sehr natürliche Beruhigungsmittel, nämlich die von der Katze selbst erzeugten Geruchsstoffe, die sogenannten Pheromone. Die Katze deponiert sie überall dort, wo sie ein Besitzergefühl erzeugen will. Wir können bei sehr ängstlichen Tieren Pheromone verreiben oder versprühen und so ein Gefühl der Sicherheit erzeugen.
Also Hoffnung für die ebenso gestreßten Katzenbesitzer?
Voraussetzung ist das genaue Beobachten der Katze und eine Untersuchung der Wohnung auf Katzenfreundlichkeit.
Die Umstellung ungünstiger Lebensumstände ist die erfolgsversprechendste Behandlungsmöglichkeit, noch dazu eine, die jeder zu Hause selbst durchführen kann.
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10.12.2006 21:56 |
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